Gewichtsermittlung
Neben dem Feingehalt ist das Gewicht die wichtigste Grundlage, um den Goldwert eines Stücks zu bestimmen. Wer nachvollziehen kann, wie gewogen und gerechnet wird, kann ein Angebot besser einordnen. Auf dieser Seite erklären wir, wie wir beim Goldankauf vorgehen – offen und für jeden verständlich.
Wie Gold gewogen wird
Wir wiegen jedes Stück direkt vor Ihren Augen auf einer geeichten Präzisionswaage. „Geeicht“ bedeutet, dass die Waage amtlich geprüft ist und ein verlässliches Ergebnis liefert – die Grundlage für eine faire Bewertung.
- Gramm (g): die im Edelmetallhandel gebräuchlichste Einheit. Bewertet wird auf Hundertstelgramm genau.
- Feinunze (oz): die internationale Börseneinheit. Eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm.
Weil Sie beim Wiegen dabei sind, ist das Ergebnis jederzeit nachvollziehbar – ohne Zeitdruck und ohne verborgene Schritte.
Steine, Perlen und andere Materialien
Nicht alles an einem Schmuckstück ist Gold. Steine, Perlen, Verschlüsse aus anderem Material oder Uhrwerke zählen nicht zum Goldwert und werden daher gesondert betrachtet.
- Edelsteine & Perlen: Sie werden – wo möglich – herausgerechnet oder separat bewertet, damit Sie nicht Stein als Gold bezahlt bekommen und umgekehrt.
- Fremdmetalle: etwa Stahlfedern in Verschlüssen oder Ketten mit unedlem Kern zählen nicht zum Edelmetallgewicht.
- Brutto und Netto: Das Bruttogewicht ist das gesamte Stück; das Nettogewicht ist das reine Edelmetall, das tatsächlich vergütet wird.
Der Feingoldanteil
Das Gewicht allein bestimmt den Wert noch nicht – entscheidend ist, wie viel reines Gold im Stück steckt. Ein schwerer Ring aus 333er Gold kann weniger wert sein als ein leichterer aus 750er Gold.
Deshalb prüfen wir zusätzlich den Feingehalt, also den Goldanteil der Legierung. Aus Gewicht und Feingehalt ergibt sich der Feingoldanteil – die Menge reinen Goldes, die vergütet wird:
Nettogewicht (g) × Feingehalt × Goldpreis je Gramm = Materialwert
Welche Feingehalte es gibt und wie sie sich unterscheiden, lesen Sie unter Goldlegierungen.
Transparente Bewertung in fünf Schritten
Damit Sie genau wissen, was passiert, folgt jede Bewertung bei uns dem gleichen, offenen Ablauf:
- Sichtung: Wir sehen uns Ihr Stück gemeinsam an, prüfen die Punze und besprechen, worum es sich handelt.
- Feingehaltsprüfung: Der Goldanteil wird zerstörungsfrei per XRF-Analyse bestimmt – ohne Ihr Stück zu beschädigen.
- Wiegen: Das Stück wird auf einer geeichten Waage vor Ihren Augen gewogen; Steine und Fremdmaterial werden berücksichtigt.
- Berechnung: Aus Feingoldanteil und tagesaktuellem Goldpreis ergibt sich der Materialwert – nachvollziehbar erklärt.
- Angebot: Sie erhalten ein transparentes Angebot und entscheiden in Ruhe. Kein Druck, keine Verpflichtung.
Fazit
Ein fairer Ankaufspreis entsteht aus drei nachvollziehbaren Größen: geprüftem Feingehalt, exaktem Gewicht und dem aktuellen Goldpreis. Weil Sie bei jedem Schritt dabei sind, bleibt die Bewertung jederzeit transparent. Eine erste Einschätzung liefert Ihnen unser Rechner – für die genaue Bewertung kommen Sie einfach bei uns vorbei.
Häufige Fragen zur Bewertung
Werden Steine und Perlen mitbezahlt?
Steine, Perlen und andere Fremdmaterialien zählen nicht zum Goldwert. Sie werden herausgerechnet oder – bei wertvollen Edelsteinen – gesondert betrachtet, damit die Bewertung fair bleibt.
Warum ist schwererer Schmuck nicht automatisch mehr wert?
Weil der Feingehalt entscheidend ist. Ein schweres 333er Stück kann weniger reines Gold enthalten als ein leichteres 750er Stück. Erst Gewicht und Feingehalt zusammen ergeben den Materialwert.
Kann ich beim Wiegen zusehen?
Ja, ausdrücklich. Prüfung und Wiegen finden direkt vor Ihren Augen statt. Sie können jeden Schritt mitverfolgen und Fragen stellen.